Qualität 2025

Qualität 2025

Qualitätsmanagement­system «Al Dente» – gemeinsam weiterkommen

Unser Managementportal läuft weiterhin zu unserer vollen Zufrieden­heit und der erreichte Qualitäts­standard ist nach wie vor hoch. «Al Dente» hat sich mittler­weile in die täglichen Arbeits­abläufe integriert und wird «gelebt».

Doch wie es so treffend heisst: «Wer stehen bleibt, wird irgend­wann von den Letzten überholt.»

Gerade deshalb ist es wichtig, unser Management­portal «Al Dente» kontinuierlich weiter­zuentwickeln. Ein herzliches Danke­schön an alle Mitarbeitenden, die sich aktiv an der Verbesserung und Pflege unseres Qualitäts­managements beteiligt haben – euer Engagement ermöglicht uns, uns kontinuierlich zu verbessern.

IVR-Anerkennung 2025 – Qualität, die überzeugt

Am 10. Juni 2025 wurde die Rettung Chur erneut durch die Experten des Inter­verbands für Rettungs­wesen (IVR) auditiert.

Nach der Begrüssung durch die Verantwortlichen der Rettung Chur stellte Renato Moresi den Rettungs­dienst Chur sowie dessen Einbettung in das Kantons­spital Graubünden vor. In einer umfassenden Präsentation ging er detailliert auf die vergangenen vier Jahre seit der letzten IVR-Anerkennung ein und gab gleichzeitig einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Rettungs­dienstes.

Besonders erfreulich nahmen die Experten zur Kenntnis, dass sämtliche Empfehlungen der letzten Anerkennung erfolg­reich umgesetzt und nach­haltig in den Arbeits­alltag integriert wurden. Eine Übersicht über die geleisteten Arbeiten sowie die Vision im Bereich Qualitäts­management rundeten die Präsentation ab. Im Anschluss beantworteten Mitarbeitende der Rettung Chur kompetent und engagiert die Verständnis­fragen der Experten zu den einzelnen Kapiteln des Betriebs­handbuchs.

Die Rettung Chur verfügt über gut strukturierte Führungs- und Qualitäts­ressourcen. Die Experten nahmen deutlich wahr, dass hier nicht nur Prozesse beschrieben, sondern Qualität aktiv gelebt wird. Der Wille zur kontinuierlichen Weiter­entwicklung war jederzeit klar erkennbar. Gelobt wurden ausdrücklich unsere Bemühungen in den Qualitäts­studien und die klar strukturierte und über­sichtliche Abbildung unserer Prozesse im «Al Dente».

Auch wenn einzelne Punkte aus Sicht der Experten noch konsequenter dokumentiert werden könnten, wurden diese Hinweise als konstruktive Impulse für die weitere positive Entwicklung aufgenommen. Insgesamt hinterliess der Rettungs­dienst des Kantons­spitals Graubünden erneut einen sehr positiven Gesamt­eindruck und durfte die IVR-Anerkennung wiederum ohne Auflagen entgegen­nehmen. Zu diesem Erfolg haben insbesondere die hervorragende Arbeit des Qualitäts­verantwortlichen Gian-Martin Sommerau sowie das grosse Engagement von Tanja Sargenti mass­geblich beigetragen.

Testphase Aussen­stütz­punkt Landquart – näher bei den Menschen

Das Curaschi-Projektteam entschied, im Zeit­raum vom 15. September 2025, bis 17. Oktober 2025, jeweils von 09.00 bis 19.00 Uhr, einen Aussen­stütz­punkt in den Räumlich­keiten der Stützpunkt­feuerwehr Landquart zu betreiben.

Ziel dieser Testphase war es zu prüfen, ob die Hilfs­fristen in der Region Landquart, Fünf Dörfer und Bündner Herr­schaft weiter verkürzt werden können. Oder anders ausgedrückt: Noch schneller dort sein, wo Hilfe dringend gebraucht wird.

Während der Test­phase wurden 49 Einsätze durch das Team in Landquart gefahren, was in etwa dem monatlichen Durch­schnitt entspricht.

Die Entwicklung der Hilfs­fristen fiel ausgesprochen positiv aus: Die durch­­schnittliche Hilfs­frist über alle Primär­einsätze konnte um mehr als vier Minuten reduziert werden, was einer Verbesserung von 33,9 % entspricht. Das Ziel, 90 % der P1-Einsätze innerhalb von 10 Minuten zu erreichen, wurde mit 91,7 % sogar leicht übertroffen. Die durch­schnittliche Reduktion der Hilfs­frist bei P1-Einsätzen betrug 42,7 %.

Auch das Feedback der Mitarbeitenden war eindeutig positiv. Aufgrund dieser sehr erfreulichen Ergebnisse ist für 2026 eine verlängerte Testphase geplant.

Unser herzlicher Dank gilt der Stützpunkt­feuerwehr Landquart sowie der Gemeinde Landquart für die hervorragende Unter­stützung vor und während der gesamten Testphase.

Patientenzufriedenheitsmessung – Weiterhin hohe Zufriedenheit

2025 wurde die Patienten­zufriedenheit erneut durch die Firma Mecon erhoben – wie bereits in den Jahren 2010, 2015 und 2020. Der Rück­lauf von 54 % lag über dem Durchschnitt und zeigt, wie gross die Bereit­schaft zur Rück­meldung und das Interesse der Bevölkerung für die Rettung Chur ist.

Die Ergebnisse ermöglichen sowohl einen Vergleich mit den Vorjahren als auch ein Bench­marking mit 18 Rettungs­diensten in der Schweiz.

Das Ergebnis macht uns stolz: 98,5 % der befragten Patient:innen bewerteten die Rettung Chur als gut oder sehr gut. Dieses Vertrauen ist für uns Anerkennung und Verpflichtung zugleich.

Gleichzeitig konnten auch Verbesserungs­potenziale identifiziert werden: Insbesondere die Information über durchgeführte Mass­nahmen sowie die Schmerz­behandlung wurden vereinzelt als ausbaufähig wahrgenommen.

Eine Rückmeldung bringt es treffend auf den Punkt: «Ich fühlte mich in kompetenten Händen, die meine bestehenden medizinischen Probleme ernst genommen haben.»

Solche Worte erinnern uns daran, warum wir tun, was wir tun.

Wechsel in der Qualitätsverantwortung

Im Juni 2025 gab es einen Wechsel bei der Qualitäts­verantwortung. Die Qualitäts­arbeit der Rettung Chur wurde über viele Jahre hinweg von Gian-Martin Sommerau entscheidend geprägt. Mit grossem Engagement hat er wichtige Grund­lagen geschaffen und zahl­reiche Entwicklungen angestossen.

Ob die Digitalisierung mit «Al Dente», strukturierte Case-Reviews nach Reanimationen, mehrere erfolgreiche IVR-Anerkennungen oder innovative Qualitäts­studien – vieles davon trägt seine Handschrift.

Wir danken Gian-Martin herzlich für seinen Einsatz, seine Fach­kompetenz und seine Leiden­schaft für Qualität und die Notfall­medizin. Sein Wirken hat die Qualitäts­arbeit der Rettung Chur nachhaltig geprägt.

Seit Juni 2025 liegt nun die Verantwortung für den Bereich Qualität bei Fadri Erni, der diese wichtige Arbeit weiterführt.

Ausblick 2026 – mit Neugier und Verantwortung

Im kommenden Jahr starten wir mit der Qualitäts­studie «Intoxikation», in der Vergiftungen systematisch analysiert werden. Ziel ist es, Schwach­stellen zu erkennen, Abläufe zu optimieren und die Patienten­sicherheit weiter zu erhöhen.

Auch die Reanimations­qualität bleibt ein zentrales Thema – mit strukturierten Case-Reviews, gezielten Schulungen im Pitcrew-Management und der Umsetzung der ERC-Guidelines 2025.

Ebenfalls sollen mithilfe interner Über­prüfungen unserer Prozesse Schwach­stellen und mögliche Doppel­spurigkeiten erkannt und beseitigt werden. Dies auch immer mit Blick auf die Inbetrieb­nahme unseres neuen Stütz­punktes in der La-Nicca-Strasse im Jahr 2027.

Denn Qualität ist nichts Abgeschlossenes. Sie lebt von Neugier, Mut und dem Willen, jeden Tag ein kleines Stück besser zu werden.

Abschliessen möchte ich mit einem Zitat von Georg-Wilhelm Exler:

«Qualität ist nur dann dauerhaft gut, wenn sie sich dauernd verbessert.»

Fadri Erni Qualitätsverantwortlicher Rettung Chur

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