Vorwort des Präsidenten.
Zum Wachstum bereit




Vorwort des Präsidenten.
Zum Wachstum bereit

Jürg Schmid, Präsident
Dem Bündner Tourismus geht es gut. Die Gästenachfrage wird auch in Zukunft weiter wachsen. Weshalb? Weil der Kerntreiber dafür gegeben ist: das globale und nationale Bevölkerungswachstum. Die Weltbevölkerung wächst jährlich um 70 Millionen Menschen. Die Schweiz hat die 9-Millionen-Marke überschritten. Immer mehr Menschen wollen und können reisen, erleben, entdecken – es ist ihr gutes Recht. Das führt zu Wachstum und auch zu touristischen Wachstumsherausforderungen und schliesslich zur Frage: Sind wir in Graubünden auf das Wachstum im Tourismus vorbereitet?
Alle zwei Jahre besuchen Präsident und CEO von Graubünden Ferien die Geschäftsführenden aller 19 Tourismusregionen des Kantons. Die Besuche helfen uns, die Zusammenarbeit weiter zu verbessern. Gleichzeitig erfahren wir, wo die touristischen Herausforderungen in den einzelnen Destinationen liegen. Und nicht zuletzt erhält man ein Gesamtbild, das die einleitende Frage mit gutem Gewissen beantworten lässt: Ja, Graubünden ist auch für weiteres Wachstum bereit. Folgend drei der wichtigsten, bestätigten Erkenntnisse aus der Tour 2025 durch Graubünden.
Bekannt für ihr imposantes Alpenpanorama: die Diavolezza im Engadin.

Bekannt für ihr imposantes Alpenpanorama: die Diavolezza im Engadin.
1.
Es gibt keinen «Overtourism» in Graubünden. Stattdessen sind es im Kanton wenige Ausflugsziele mit zeitlich beschränkten, hohen Gästefrequenzen, welche Lenkungsmassnahmen verlangen. In Graubünden bestehen eher «Undertourism-» als «Overtourism»-Herausforderungen. Die Bruttozimmerauslastung in der Bündner Hotellerie übers ganze Jahr und alle Destinationen gesehen liegt bei 40 Prozent. Die saisonalen Schwankungen sind stark. Das Wachstum der Zukunft wird grossmehrheitlich im Sommer erwartet. Es gilt, die Auslastung über das ganze Jahr gesehen zu verbessern. Daher steht die Förderung der Gästenachfrage für ein qualitatives Wachstum im Zentrum der Tätigkeiten von Graubünden Ferien.
2.
Es herrscht Zuversicht im Bündner Tourismus. In zahlreichen Destinationen wird kräftig investiert. Allein im Engadin betragen die geschätzten Investitionen in den kommenden Jahren rund 1 Milliarde Franken. Aber auch in anderen Regionen und Orten wie Samnaun, in der Val Mustair, in Scuol, Flims Laax, Disentis Sedrun, San Bernardino und nicht zuletzt in der Kantonshauptstadt Chur stehen Erneuerungen an, von denen der Tourismus profitiert. Auf der anderen Seite gibt es Destinationen mit gänzlich fehlenden Investitionsvorhaben. Dies unterstreicht einmal mehr die verschiedenen Tempi der Destinationsentwicklungen. Gerade für die kleinen und mittleren Destinationen ist das Engagement von Graubünden Ferien komplementär von grosser Bedeutung.
3.
Es gibt eine Basis zur Entwicklung. Die Tourismusakzeptanz in den Destinationen ist trotz vielfacher Herausforderungen weiterhin gut bis sehr gut. Dennoch spürt man, dass die Tourismusakzeptanz leicht abnimmt. Gründe dafür sind beispielsweise der mangelnde verfügbare Wohnraum und Beeinträchtigungen in der Lebensqualität, etwa durch den motorisierten Individualverkehr. Der Handlungsbedarf ist erkannt, auf verschiedenen Ebenen wird an Lösungen gearbeitet. Auch wir bei Graubünden Ferien wollen unseren Beitrag zur Tourismussensibilisierung leisten und stehen dazu im Austausch mit unseren Partnern.
1.
Es gibt keinen «Overtourism» in Graubünden. Stattdessen sind es im Kanton wenige Ausflugsziele mit zeitlich beschränkten, hohen Gästefrequenzen, welche Lenkungsmassnahmen verlangen. In Graubünden bestehen eher «Undertourism-» als «Overtourism»-Herausforderungen. Die Bruttozimmerauslastung in der Bündner Hotellerie übers ganze Jahr und alle Destinationen gesehen liegt bei 40 Prozent. Die saisonalen Schwankungen sind stark. Das Wachstum der Zukunft wird grossmehrheitlich im Sommer erwartet. Es gilt, die Auslastung über das ganze Jahr gesehen zu verbessern. Daher steht die Förderung der Gästenachfrage für ein qualitatives Wachstum im Zentrum der Tätigkeiten von Graubünden Ferien.
2.
Es herrscht Zuversicht im Bündner Tourismus. In zahlreichen Destinationen wird kräftig investiert. Allein im Engadin betragen die geschätzten Investitionen in den kommenden Jahren rund 1 Milliarde Franken. Aber auch in anderen Regionen und Orten wie Samnaun, in der Val Mustair, in Scuol, Flims Laax, Disentis Sedrun, San Bernardino und nicht zuletzt in der Kantonshauptstadt Chur stehen Erneuerungen an, von denen der Tourismus profitiert. Auf der anderen Seite gibt es Destinationen mit gänzlich fehlenden Investitionsvorhaben. Dies unterstreicht einmal mehr die verschiedenen Tempi der Destinationsentwicklungen. Gerade für die kleinen und mittleren Destinationen ist das Engagement von Graubünden Ferien komplementär von grosser Bedeutung.
3.
Es gibt eine Basis zur Entwicklung. Die Tourismusakzeptanz in den Destinationen ist trotz vielfacher Herausforderungen weiterhin gut bis sehr gut. Dennoch spürt man, dass die Tourismusakzeptanz leicht abnimmt. Gründe dafür sind beispielsweise der mangelnde verfügbare Wohnraum und Beeinträchtigungen in der Lebensqualität, etwa durch den motorisierten Individualverkehr. Der Handlungsbedarf ist erkannt, auf verschiedenen Ebenen wird an Lösungen gearbeitet. Auch wir bei Graubünden Ferien wollen unseren Beitrag zur Tourismussensibilisierung leisten und stehen dazu im Austausch mit unseren Partnern.
Aussichtsplattform Islabord bei Versam mit Aussicht in die Ruinaulta.

Aussichtsplattform Islabord bei Versam mit Aussicht in die Ruinaulta.
Kurzum: Graubünden ist für das Tourismuswachstum bereit und braucht sowohl eine kluge Nachfrageförderung als auch eine umsichtige Nachfragesteuerung. Heute und künftig ist im Tourismus ein umsichtiges Wachstumsmanagement ebenso bedeutend wie die traditionelle Wachstumsförderung. Inhaltlich gilt es, das «Erlebnis Graubünden» für die Gäste qualitativ hochzuhalten und noch persönlicher zu gestalten. Dies ist die grosse Zukunftsaufgabe der Tourismusbranche.
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz verändert zwar die Arbeitswelt disruptiv. Doch beim Reisen bleiben auch alte Werte bestehen. Der deutsche Philosoph Richard Precht hat es 2025 am Tourismuskongress in Zürich auf den Punkt gebracht, was Künstliche Intelligenz nie ersetzen wird: Emotionen, Begegnungen und Authentizität. So gesehen bleibt der Tourismus ein Standorttrumpf Graubündens. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, diesen auch in Zukunft qualitativ in Wert zu setzen.
Jürg Schmid, Präsident
Ansprache an der Generalversammlung 2025 von Graubünden Ferien im GKB AUDITORIUM.

Ansprache an der Generalversammlung 2025 von Graubünden Ferien im GKB AUDITORIUM.