Bericht der Betriebsleitung

Bericht der Betriebsleitung

➔ Rettung Chur 2025: Wachstum, Fokus und Zukunft
➔ Einsatztätigkeit
➔ Projekt Curaschi und neuer Rettungsdienststützpunkt
➔ Dank

Rettung Chur 2025: Wachstum, Fokus und Zukunft

Geschätzte Leser:innen

Die Anforderungen an den Rettungs­dienst steigen stetig. Umso wichtiger ist es, dass sich die Rettung Chur organi­satorisch, infra­strukturell und fachlich kontinuierlich weiter­entwickelt – mit dem klaren Ziel, der Bevöl­kerung auch in Zukunft eine schnelle, verlässliche und qualitativ hoch­stehende Notfall­versorgung zu gewährleisten.

Ein weiteres intensives Jahr liegt hinter uns. Auch im Jahr 2025 war die Rettung Chur rund um die Uhr für die Bevölkerung im Einsatz. Insgesamt verzeichneten wir gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von rund 200 Einsätzen. Die genauen Zahlen werden im statistischen Teil dieses Jahres­berichts ausgewiesen.

Einsatztätigkeit

Neben der reinen Zunahme der Ein­sätze zeigte sich auch eine Verschie­bung inner­halb der Einsatz­arten. Während die Anzahl der Sekundär­transporte leicht zurück­ging, nahm die Zahl der Primär­einsätze deutlich zu. Unsere Teams waren damit noch häufiger direkt bei medizinischen Not­fällen vor Ort im Einsatz.

Diese Entwicklung entspricht dem eigent­lichen Kern­auftrag eines Rettungs­dienstes. Umso erfreu­licher ist es, dass wir uns im vergangenen Jahr stärker auf dieses Kern­geschäft konzentrieren konnten. Durch die Zusammen­arbeit mit einer Partner­organi­sa­tion war es möglich, einen Teil der Verlegungs­fahrten – insbe­sondere in Rand­zeiten – abzu­geben. Dadurch blieb unsere Einsatz­bereitschaft für Not­fälle jeder­zeit gewährleistet.

Trotz steigender Einsatz­zahlen und zunehmender Anforderungen konnten wir unseren Leistungs­auftrag für den Kanton Grau­bünden jeder­zeit erfüllen. Darauf sind wir stolz. Gleich­zeitig ist uns bewusst, dass die Heraus­forderungen im Rettungs­wesen weiter zunehmen werden. Umso wichtiger ist es, unsere Organi­sa­tion kontinuierlich weiter­zuent­wickeln und unsere Strukturen so auszurichten, dass wir auch in Zukunft eine schnelle, verlässliche und qualitativ hochwertige Notfall­versorgung sicher­stellen können.

Projekt Curaschi und neuer Rettungs­dienst­stützpunkt

Ein zentrales Element dieser Weiter­entwicklung ist das Projekt Curaschi. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, die Rettung Chur organi­satorisch und infra­strukturell lang­fristig zukunfts­fähig aufzustellen.

Ein besonders bedeutender Bestand­teil dieses Projektes ist der Neubau eines modernen Rettungs­dienst­stütz­punktes. Die Einsatz­zahlen konzentrieren sich seit Jahren zunehmend auf die Stadt Chur und das Churer Rheintal. Gleich­zeitig steigen die Anforde­rungen an die Einhaltung der Hilfsfristen.

Der bisherige Standort der Rettung Chur am Stand­ort Kreuzspital kann diesen Anforderungen nur noch eingeschränkt gerecht werden. Das Gebäude wurde ursprünglich als Provisorium errichtet, die Platz­verhältnisse sind sehr eng und auch die verkehrs­technische Anbindung ist ungünstig. Insbe­sondere die Lage in einem Wohn­gebiet mit Tempo-30-Zonen erschwert ein rasches Ausrücken im Einsatzfall.

Der neue Sandort an der La-Nicca-Strasse bietet aus fachlicher Sicht klare Vorteile. Er liegt strategisch optimal zwischen Stadt und Auto­bahn und ermöglicht eine schnelle Erreich­barkeit des Churer Rheintals, Domat/Ems', der Lenzerheide sowie des Bündner Oberlands. Entscheidend ist dabei, dass die Rettungs­fahrzeuge den Stütz­punkt ohne Zeit­verlust verlassen können, ohne Wohn­quartiere oder verkehrs­technische Engpässe durch­fahren zu müssen. Damit können die geforderten Hilfs­fristen auch bei zuneh­men­dem Verkehrs­aufkommen lang­fristig eingehalten werden.

Für die Bevölkerung bedeutet dies eine zusätzliche Stärkung der Versorgungs­sicherheit. Gerade bei lebens­bedrohlichen Notfällen entscheiden Minuten über den Behandlungs­erfolg. Gleich­zeitig profitieren auch unsere Mitarbei­tenden von modernen und ausreichend dimensionierten Räumlich­keiten, welche Arbeits­abläufe, Sicher­heit und Einsatz­bereitschaft verbessern.

Im November 2025 konnte mit den Bauarbeiten für den neuen Stütz­punkt begonnen werden. Damit ist ein lange vorbereitetes Projekt in die Realisierungs­phase einge­treten. Der neue Rettungs­dienst­stütz­punkt wird einen wichtigen Beitrag leisten, um die Notfall­versorgung für die Bevölkerung in Chur und der Region langfristig sicherzustellen.

Glücklicherweise gab es im vergangenen Jahr keine grösseren Ereignisse oder schwere Unfälle. Besonders erfreulich ist zudem, dass alle unsere Mitarbeitenden nach ihren Einsätzen gesund nach Hause zurück­kehren konnten. Das ist letztlich das Wichtigste.

Der Erfolg der Rettung Chur beruht in erster Linie auf dem Engagement und der Professio­nalität unserer Mitarbeitenden. Ohne ihren täglichen Einsatz, ihre Fach­kompetenz und ihre grosse Bereitschaft, Verantwortung zu über­nehmen, könnten wir unsere ambitionierten Ziele niemals erreichen. Dafür gilt ihnen unser aufrichtiger Dank.

Mit Zuversicht blicken wir auf die kommenden Jahre und werden weiterhin alles daran­setzen, die Rettung Chur organisatorisch, infra­strukturell und fachlich so weiter­zuentwickeln, dass wir auch in Zukunft eine verlässliche Partnerin für die Bevölkerung und das Gesundheits­wesen im Kanton Graubünden bleiben.

Dank Der Sanitätsnotruf­zentrale 144 GR, der Stadt­polizei Chur, der Kantons­polizei Graubünden, den Feuer­wehren in unserer Region, dem Samariter­verein Chur, der Alpin­medic Chur, dem Amt für Militär und Zivilschutz, den Luftrettungen AP3 und REGA sowie den nieder­gelassenen Ärztinnen und Ärzten danken wir für die stets partner­schaftliche Zusammenarbeit.

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