Vorwort Stiftungsratspräsident
Dr. iur. HSG Martin Schmid Präsident der Stiftung Kantonsspital Graubünden
Das Gesundheitswesen ist äusserst dynamisch. Die raschen Veränderungen verlangen von allen Leistungserbringern – und damit auch vom Kantonsspital Graubünden (KSGR) – immer wieder innovative, zugleich aber auch verlässliche Lösungen für anspruchsvolle Herausforderungen. Die Realität zeigt jedoch: Solche Lösungen brauchen Zeit. Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stehen Veränderungen in der Gesundheitsversorgung tendenziell skeptisch gegenüber. Es geht um die Gesundheit – oder anders gesagt: Es geht um alles. Für den Stiftungsrat der Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO), Trägerin des Spitals in Samedan, war Ende 2024 klar, dass ein Zusammenschluss mit dem KSGR die beste Lösung zur Sicherung der zukünftigen Gesundheitsversorgung im Oberengadin darstellt. Die notwendige Einstimmigkeit der elf Trägergemeinden kam jedoch nicht zustande. Damit war die Integration des Spitals Samedan ins KSGR vorerst vom Tisch. In der Folge lehnte die Bevölkerung des Oberengadins in einer weiteren Abstimmung die notwendige Finanzierung des Spitals Samedan für das Jahr 2026 erneut ab. Dadurch eröffnete sich der Weg für eine neue Form der Zusammenarbeit mit dem KSGR. In einer dritten Abstimmung im Frühjahr 2026 nahm die Bevölkerung schliesslich ein neues Modell an: eine Lösung mit reduzierter Bettenkapazität und angepasstem Leistungsangebot unter der Leitung der Stiftung Kantonsspital Graubünden und der Klinik Gut AG. Im Jahr 2026 gilt es nun, gemeinsam mit den Gemeinden eine zukunftsfähige, qualitativ hochwertige und effizient organisierte Gesundheitsversorgung für das Oberengadin zu gestalten.

Dr. iur. HSG Martin Schmid Präsident der Stiftung Kantonsspital Graubünden
Auch in den Gremien des KSGR kam es im Berichtsjahr zu personellen Veränderungen: Die langjährige Stiftungsrätin Silvia Hofmann trat altersbedingt per Ende 2024 zurück. Per 1. Januar 2025 übernahm Silvia Bisculm Jörg ihre Nachfolge als Vertreterin des Kantons Graubünden im Stiftungsrat. Im Verwaltungsrat ergab sich ebenfalls ein Wechsel: Susanne Jenny Wiederkehr trat im Frühjahr 2025 aus dem Verwaltungsrat des Kantonsspitals Glarus (KSGL) aus und in der Folge – nach nahezu 14 Jahren – auch aus dem Verwaltungsrat des KSGR. Die gegenseitige Einsitznahme ist ein wichtiger Bestandteil der Kooperation mit dem KSGL. Ihre Nachfolge trat per 1. Januar 2026 Sandra Zopfi-Glarner an. Im Namen des gesamten Stiftungs- und Verwaltungsrates danke ich Silvia Hofmann und Susanne Jenny Wiederkehr herzlich für ihren langjährigen und engagierten Einsatz und heisse Silvia Bisculm Jörg sowie Sandra Zopfi-Glarner in ihren neuen Funktionen willkommen. Auch in der Geschäftsleitung kam es 2025 zu Veränderungen: Monica von Toggenburg, Leiterin Pflege und Fachsupport, verliess das KSGR per Ende August 2025 und übernahm im Herbst den Vorsitz der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Alters- und Krankenhilfe. Die interimistische Co-Leitung des Departements Pflege und Fachsupport übernahmen ab 1. September 2025 Dr. Hanna Burkhalter (Leiterin Pflegeentwicklung) und Britta Goos (Leiterin Room-Service). Zudem trat Prof. Dr. med. et M.Sc. Martin Schläpfer per 1. Januar 2025 seine Funktion als Chefarzt Anästhesiologie und Departementsleiter ANIR an.
Das Gesundheitswesen befindet sich im Umbruch, und die Dynamik nimmt weiter zu. Das KSGR will und muss diese Entwicklungen aktiv mitgestalten. Als Spitalgruppe mit mehreren Standorten und starken Kooperationspartnern tragen wir Verantwortung für die gesamte Bevölkerung der Südostschweiz. Dies verlangt täglich viel von unseren Mitarbeitenden. Ohne ihr grosses Engagement wäre die erfolgreiche Entwicklung des KSGR nicht möglich gewesen. Im Namen des Stiftungs- und Verwaltungsrates danken wir allen Mitarbeitenden für ihren ausserordentlichen, stets professionellen und engagierten Einsatz.
Dr. Martin Schmid, Stiftungsratspräsident